Offener Referendariatsplatz

Rechtsreferendariat

Zwei Frauen und ein Mann in Amtstracht unterhalten sich über die Gesetzestexte in ihren Händen.
© Justizministerium MV
Ausbildungs­dienststelle(n)

Ausbildungsstellen nach § 38 JAPO MV

Ort der theoretischen Ausbildung

Greifswald, Rostock, Schwerin, Stralsund

Anzahl Plätze
90
Bewerbung bis
03.11.2020
Referendariats­beginn
01.12.2020
Dauer des Referendariats
2 Jahre

Entscheiden Sie sich für den juristischen Vorbereitungsdienst (Rechtsreferendariat) in Mecklenburg-Vorpommern. Als einziges Bundesland stellen wir die Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare auch im Beamtenverhältnis auf Widerruf ein. Absolvieren Sie Ihr Zweites Juristisches Staatsexamen dort, wo andere Urlaub machen.

  • Inhalte des Referendariats

    Ihre Ausbildung zur Volljuristin bzw. zum Volljuristen erfolgt durch Ableistung eines Vorbereitungsdienstes und endet regelmäßig mit Bestehen der Zweiten juristischen Staatsprüfung. Erst der erfolgreich absolvierte Vorbereitungsdienst befähigt Sie zum Richteramt und ermöglicht die Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Das theoretische Wissen aus Ihrem Studium können Sie im Referendariat mit juristischer Praxis vertiefen. Sie werden mit den Aufgaben der Zivil- und Strafrechtspflege, der Rechtsberatung und der Verwaltung vertraut gemacht.

    Geleitet wird die Ausbildung von dem Präsidenten des Oberlandesgerichts Rostock.

    In Mecklenburg-Vorpommern gab es zuletzt  keine Wartezeiten für die Aufnahme in das Referendariat.  Allen Bewerbern, deren Unterlagen vollständig bis zum Ablauf der Ausschlussfrist vorliegen, kann voraussichtlich zum Einstellungstermin ein Referendariatsplatz (unter Berücksichtigung der Kapazitäten) angeboten werden. Der Präsident des Oberlandesgerichts weist Sie im Rahmen der Möglichkeiten gern Ihrem Wunschort zu.

    Grundsätzlich findet die Referendarausbildung in allen Landgerichtsbezirken (Neubrandenburg, Rostock, Schwerin und Stralsund) statt.

  • Ablauf des Referendariats

    • Zivilstation: Dez. 2020 - April 2021
    • Verwaltungsstation: Mai 2021 - Juli 2021
    • Strafstation: Aug. 2021 - Nov. 2021
    • Rechtsberatungsstation: Dez. 2021 - Aug. 2022
    • schriftliche Prüfungen: voraussichtlich im August 2022
    • Wahlstation: Sep. 2022 - Nov. 2022
    • mündliche Prüfung: Anfang Dezember 2022

    Die Zweite juristische Staatsprüfung besteht aus 8 Klausuren (4 zivilrechtliche, 2 strafrechtliche und 2 öffentlich-rechtliche Klausuren, z.T. mit anwaltlichem Schwerpunkt) und einer mündlichen Prüfung. Um sich vorzubereiten, wird Ihnen ein freiwilliger Klausurenkurs angeboten. An Klausuren aus vorhergehenden Examenskampagnen können Sie sich testen.

    Vor der mündlichen Prüfung besuchen Sie spezielle Kurse, die Sie darauf vorbereiten sollen, wie der Aktenvortrag am besten zu halten ist. Die mündliche Prüfung umfasst einen vom Landesjustizprüfungsamt bestimmten Aktenvortrag aus dem Zivil-, Straf- oder Öffentlichen Recht und je einen Prüfungsabschnitt in den Pflichtfächern sowie in dem vom Kandidaten gewählten Schwerpunktbereich. Das Rechtsgebiet, aus dem der Aktenvortrag zu halten ist, wird dem Kandidaten mit der Ladung mitgeteilt.

    Schwerpunktbereiche, aus denen Sie wählen können, sind:

    • Justiz
    • Rechtsberatung
    • Wirtschaftsrecht
    • Verwaltung
    • Arbeitsrecht
    • Sozialrecht
    • Steuerrecht
    • Europarecht
    • Internationales Privatrecht
    • Strafrecht
  • Bewerberprofil

    Sie haben die Erste juristische Staatsprüfung oder die Erste juristische Prüfung bestanden.

  • Verdienst & Karrierechancen

    Der Anwärtergrundbetrag beträgt derzeit 1.502,50 Euro. Zudem wird eine einmalige Jahressonderzahlung gewährt.

    Sollten die Voraussetzungen für ein Beamtenverhältnis auf Widerruf nicht vorliegen, erfolgt eine Anstellung in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis. Die Unterhaltsbeihilfe beträgt in diesem Fall 1.295,00 Euro. Weitergehende Leistungen, insbesondere eine jährliche Sonderzuwendung, vermögenswirksame Leistungen und den Auslandsdienstbezügen vergleichbare Leistungen werden nicht gewährt.
  • Hinweise zum Bewerbungs- und Auswahlverfahren

    Wir schätzen Vielfalt in der Landesverwaltung Mecklenburg-Vorpommern und begrüßen daher alle Bewerbungen – unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht, sexueller Identität, Behinderung oder Weltanschauung.

    Ein Schreiben mit näheren Informationen zur Einholung des amtsärztlichen Gutachtens, welches zugleich als Vorlage bei dem Gesundheitsamt zur Beauftragung der amtsärztlichen Untersuchung gilt, wird den Bewerbern nach Eingang des Antrages auf Aufnahme in den Vorbereitungsdienst übersandt.

    Zudem erhalten die Bewerber nach Eingang des Antrages ein Schreiben, welches als Vorlage zur Beantragung des erweiterten Führungszeugnisses nach § 30 a Abs. 1 Ziffer 1 i.V.m. § 30a Abs. 2 BZRG gilt.

    Wichtig: Als Bewerber müssen Sie daher zunächst zwingend den Antrag auf Aufnahme in den Juristischen Vorbereitungsdienst einreichen. Im Anschluss daran erhalten Sie vom Präsidenten des Oberlandesgerichts nähere Informationen zur Einholung des amtsärztlichen Gutachtens und zur Beantragung des erweiterten Führungszeugnisses.

  • Weiterführende Informationen

    Verschaffen Sie sich einen visuellen Eindruck, wenn Sie dort Ihr Rechtsreferendariat absolvieren, wo andere Urlaub machen.

    Der Vorbereitungsdienst im Land Mecklenburg-Vorpommern und das Aufnahmeverfahren werden geregelt durch das Juristenausbildungsgesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern (JAG M-V),  die Juristenausbildungs- und Prüfungsordnung des Landes Mecklenburg-Vorpommern (JAPO M-V) und die Kapazitätsverordnung des juristischen Vorbereitungsdienstes (KapVO).

  • Ansprechpartner/in

    Herr Schmidt
    Ansprechpartner/in für Fragen zu grundsätzlichen Angelegenheiten der Ausbildung

    Tel.: 0381-331164
    Behörde: Oberlandesgericht Rostock

    Frau Reinholz
    Ansprechpartner/in für Fragen zu grundsätzlichen Angelegenheiten der Ausbildung

    Tel.: 0381-331166
    Behörde: Oberlandesgericht Rostock

    Herr Ostrowski
    Ansprechpartner/in für Fragen zu grundsätzlichen Angelegenheiten der Ausbildung

    Tel.: 0381-331104
    Behörde: Oberlandesgericht Rostock