Offene Stelle

Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (w/m/d) Tierökologie

Ansicht einer Biogasanlage von oben, umgeben von Waldflächen und Gewässern
© Kopterdienstleistung / AdobeStock
Einsatz­dienststelle(n)

Universität Greifswald
Loitzer Straße 26
17489 Greifswald
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Bewerbung bis
15.06.2026
Arbeitsbeginn
ab 01.09.2026
Beschäftigungs­dauer
befristet für 3 Jahre
Arbeitszeit
Teilzeit, 26 Std./Woche
Besoldung/ Entgeltgruppe
Ansprech­person(en)
Job-ID
15957

Die im Jahre 1456 gegründete Universität Greifswald gehört zu den ältesten Universitäten im Ostseeraum. Über die Jahrhunderte hinweg hat sie ihren Ruf als Stätte international wirksamer Forschung und hochwertiger Lehre erworben, bewahrt und ausgebaut. Ihre Forschungsstärke bezieht die Universität vor allem aus der intensiven interdisziplinären Zusammenarbeit von fünf Fakultäten einschließlich der Universitätsmedizin und engen Kooperationen mit regionalen, nationalen und internationalen Forschungspartnerinnen und -partnern.
Am Zoologischen Institut und Museum, Abteilung Tierökologie der Universität Greifswald ist vorbehaltlich der Mittelbewilligung eine Stelle zu besetzen.

  • Ihre Aufgaben

    • Eigenständiges und lösungsorientiertes Einarbeiten in projektbezogene Themengebiete
    • Hypothesengetriebene Planung und Durchführung von Laborexperimenten
    • Lipid-Analytik mittels Gaschromatographie
    • Statistische Analysen
    • Schreiben und Veröffentlichen von wissenschaftlichen Publikationen
    • Präsentieren der Befunde auf Konferenzen
    • Enge Zusammenarbeit mit Projektpartnern
    • Betreuung von Bachelor- und Masterstudierenden
  • Ihr Profil

    • Überdurchschnittlicher wissenschaftlicher Hochschulabschluss (Master/Diplom) im Bereich der Lebenswissenschaften
    • Interesse an Laborarbeiten mit Fokus Ökologie
    • Sehr hohe Leistungsbereitschaft, Motivation, Zuverlässigkeit und Eigeninitiative
    • Sehr gute Englischkenntnisse
    • Bereitschaft zu Reisen
    • Teamfähigkeit und Hilfsbereitschaft

    Weitere Kenntnisse und Fähigkeiten, die bei der Auswahlentscheidung berücksichtigt werden:

    • Kenntnisse und Interesse an statistischen Methoden und Arbeiten mit R
    • Erfahrung mit aquatischen Organismen, insbesondere Daphnia
    • Kenntnisse in der Gaschromatografie und Lipidanalytik
    • Solides Wissen in aquatischer Ökologie und um den Klimawandel
    • Sehr gute Kenntnisse über trophische Interaktionen, insbesondere an der Primärproduzenten-Konsumenten-Schnittstelle
  • Das bieten wir Ihnen

    • Angebote zur Gesundheitsförderung im Rahmen der „Gesunden Universität“
    • eine interessante, vielseitige und anspruchsvolle Aufgabe
    • die Möglichkeit zur Weiterbildung
    • flexible Arbeitszeiten
    • Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben
    • 30 Tage Urlaub
  • Hinweise zum Bewerbungs- und Auswahlverfahren

    Wir schätzen Vielfalt in der Landesverwaltung Mecklenburg-Vorpommern und begrüßen daher alle Bewerbungen – unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht, sexueller Identität, Behinderung oder Weltanschauung.

    Bewerbungen von Frauen begrüßen wir besonders.

    Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber und ihnen Gleichgestellte berücksichtigen wir bei gleicher Eignung bevorzugt. Wir empfehlen Ihnen daher, auf eine Schwerbehinderung bzw. Gleichstellung bereits im Anschreiben hinzuweisen.

    Bewerberinnen und Bewerber aus dem öffentlichen Dienst bitten wir, ihr Einverständnis zur Einsichtnahme in die Personalakte zu erklären.

    Mit der Bewerbung verbundene Kosten können wir leider nicht erstatten.

    Datenschutzhinweise

    Ihre Daten aus den Bewerbungsunterlagen werden ausschließlich für den Zweck des Bewerbungsverfahrens verarbeitet. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen:

    Datenschutzbestimmungen zu Ihrer Bewerbung

  • Weiterführende Informationen

    Die ausgeschriebene Stelle ist eine Promotionsstelle im Rahmen eines von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekts.

    In diesem Zusammenhang untersuchen wir, wie sich die Verfügbarkeit von Nährstoffen auf die Entwicklung und Effektivität von Abwehrmechanismen bei Wasserflöhen auswirkt - ein zentraler Aspekt, um die komplexen Wechselwirkungen in dem Nahrungsnetz in Süßwasserökosystemen besser zu verstehen. Nährstoffe werden von Primärproduzenten auf höhere trophische Ebenen übertragen, während gleichzeitig die Prädation einer der Haupttreiber für die natürliche Selektion ist. Als Reaktion auf die Prädation haben viele Beutetiere Abwehrmechanismen entwickelt, die die Auswirkungen der Prädation verringern. Um ein umfassenderes Verständnis darüber zu erlangen, wie Beutetiere unter unzureichender Nährstoffversorgung leiden, werden wir den Einfluss der Nährstoffverfügbarkeit auf die Ausprägung von Abwehrmechanismen bei Cladoceren (Wasserflöhen) der Gattung Daphnia untersuchen. Daphnien spielen eine entscheidende Rolle beim Transfer von essentiellen Nährstoffen von Primärproduzenten zu höheren trophischen Ebenen in Süßwasserökosystemen und stellen ein gut etabliertes Modellsystem für die Erforschung von Raubtier-Beute-Interaktionen und der Ernährungsökologie dar.

    In diesem Projekt untersuchen wir den Einfluss von Nahrungsmenge und -qualität auf die Expression induzierbarer Abwehrmechanismen anhand etablierter Räuber-Beute-Systeme. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Christian Laforsch von der Universität Bayreuth und Dominik Martin-Creuzburg von der Forschungsstation für Gewässerökologie in Bad Saarow der Technischen Universität Cottbus-Senftenberg durchgeführt. Im Rahmen dieses Projekts ist an der Universität Bayreuth eine weitere Stelle zu besetzen. Die zweite Promotionsstelle wird eng mit der hier ausgeschriebenen Stelle zusammenarbeiten. Wir werden untersuchen, wie sich die Verfügbarkeit von Kohlenstoff und essenziellen Lipiden auf die Expression von Abwehrmechanismen und die Ressourcenverteilung bei Daphnien auswirkt. Durch die Untersuchung dieser Veränderungen und die Bewertung der Ernährungskosten für induzierbare Abwehrmechanismen werden wir ein besseres mechanistisches Verständnis dafür gewinnen, wie induzierbare Abwehrmechanismen bei Daphnien durch die Phytoplanktongemeinschaft beeinflusst werden, wie Nährstoffmangel die Ausprägung von Abwehrmechanismen einschränken kann und wie sich dies auf die Stabilität des Ökosystems auswirkt. 

    Die Stelle bietet die Möglichkeit zur Anbindung einer Promotion an den Arbeitsbereich unter Verwendung der im Projekt generierten Ergebnisse.

    Besuchen Sie auch gern die Universität Greifswald.

  • Ansprechperson(en)

    Herr Dr. Marvin Kiene
    Ansprechperson für fachliche Fragen

    Tel.: 03834 420 4268
    E-Mail: marvin.kiene@uni-greifswald.de

  • Lage der Einsatzdienststelle(n)