Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (w/m/d) Institut für Psychologie
Die im Jahre 1456 gegründete Universität Greifswald gehört zu den ältesten Universitäten im Ostseeraum. Über die Jahrhunderte hinweg hat sie ihren Ruf als Stätte international wirksamer Forschung und hochwertiger Lehre erworben, bewahrt und ausgebaut. Ihre Forschungsstärke bezieht die Universität vor allem aus der intensiven interdisziplinären Zusammenarbeit von fünf Fakultäten einschließlich der Universitätsmedizin und engen Kooperationen mit regionalen, nationalen und internationalen Forschungspartnerinnen und -partnern.
Am Institut für Psychologie der Universität Greifswald ist vorbehaltlich haushaltsrechtlicher Regelungen und der Mittelbereitstellung eine Stelle als wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. wissenschaftlicher Mitarbeiter zu besetzen.
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Ihre Aufgaben
- Durchführung von systematischer Literaturrecherche und Erstellung von Reviews zur Adaptation von Infrastrukturen des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes, mit Fokus auf ländliche und ländlich-periphere Räume
- Vorbereitung, Durchführung und Analyse qualitativer, leitfadengestützter Interviews mit Expert*innen im Bevölkerungs- und Katastrophenschutz sowie Repräsentant*innen selbstorganisierter sozialer Gruppen mit Sicherheitsaufgaben
- Vorbereitung und Durchführung quantitativer Sekundärdatenanalysen zu sicherheitsrelevanten Indikatoren in der Bevölkerung, insbesondere in ländlich-peripheren Räumen, im deutschsprachigen Raum sowie in europäischen Vergleichsregionen (z. B. Befragungen zu Sicherheitsempfinden, Kriminalität)
- Gemeinsame und vergleichende Analyse der Ergebnisse im Bereich Zivil- und Katastrophenschutz (gemeinsam mit dem Team des Lehrstuhls für Kriminologie), Triangulation der qualitativen und quantitativen Daten und Entwicklung von Prozessmodellen (mittels Process Tracing)
- Weiterführende Analyse des Einflusses von regionalen und differentiellen Faktoren, z. B. des Grades der Ländlichkeit, des Ausmaßes der Digitalisierung, anhand qualitativer (z. B. Typenbildung) und quantitativer (z. B. Moderationsanalysen) Methoden, unter Berücksichtigung der Untersuchungsregionen und der unterschiedlichen Zivil- und Katastrophenschutzbereiche
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Ihr Profil
- Zum Zeitpunkt der Einstellung erfolgreich abgeschlossenes psychologisches, sozialwissenschaftliches oder gesundheitswissenschaftliches Hochschulstudium mit einschlägiger Qualifikation (Diplom, Master oder äquivalent)
- Hohe einschlägige psychologische bzw. sozial- oder gesundheitswissenschaftliche Methodenkompetenz, z. B. in der Analyse von quantitativen Längsschnittdaten oder Sekundärdaten, (idealiter mit Bezug zum Thema Sicherheit der Bevölkerung, Bevölkerungs-, Zivil- oder Katastrophenschutz) ODER z. B. in der Analyse von qualitativen Längsschnittdaten oder Expert*inneninterviews (beides wäre in der Regel nachzuweisen durch einschlägige Fachpublikationen, Arbeiten oder Berichte)
- Erfahrungen in der Zusammenführung und Integration unterschiedlicher Datenquellen (z. B. Strukturdaten, Befragungsdaten, qualitative Daten) oder Bereitschaft, sich in diese Aufgabe einzuarbeiten
- Interesse am Themenfeld des Bevölkerungs- und Katastrophenschutzes
- Interesse an interdisziplinärer Zusammenarbeit in einem fakultätsübergreifenden Team
Erwünscht:
- Erfahrungen mit interdisziplinärer Zusammenarbeit oder ein interdisziplinärer Bildungsweg
- Gute Kenntnisse in fortgeschrittenen quantitativen oder qualitativen oder Mixed Methods-Ansätzen
- Interesse an der Entwicklung von Fachpublikationen
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Das bieten wir Ihnen
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Hinweise zum Bewerbungs- und Auswahlverfahren
Wir schätzen Vielfalt in der Landesverwaltung Mecklenburg-Vorpommern und begrüßen daher alle Bewerbungen – unabhängig von Alter, Herkunft, Geschlecht, sexueller Identität, Behinderung oder Weltanschauung.
Bewerbungen von Frauen begrüßen wir besonders.
Schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber und ihnen Gleichgestellte berücksichtigen wir bei gleicher Eignung bevorzugt. Wir empfehlen Ihnen daher, auf eine Schwerbehinderung bzw. Gleichstellung bereits im Anschreiben hinzuweisen.
Bewerberinnen und Bewerber aus dem öffentlichen Dienst bitten wir, ihr Einverständnis zur Einsichtnahme in die Personalakte zu erklären.
Mit der Bewerbung verbundene Kosten können wir leider nicht erstatten.
Datenschutzhinweise
Ihre Daten aus den Bewerbungsunterlagen werden ausschließlich für den Zweck des Bewerbungsverfahrens verarbeitet. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen: -
Weiterführende Informationen
Die interdisziplinäre Forschungsgruppe AdaptInfra untersucht, wie sich Infrastrukturen der Daseinsvorsorge in ländlich-peripheren Räumen an sich verändernde gesellschaftliche Rahmenbedingungen anpassen. Die Adaptionen werden vergleichend aus soziotechnischer und systemdynamischer Perspektive durch Wissenschaftler*innen aus Ökonomie, Geographie, Kriminologie, Psychologie, Theologie, Medizin und Politikwissenschaft betrachtet. Die Arbeit ist im Teilprojekt 3 angesiedelt, welches sich mit Adaptationsprozessen von Sicherheitsinfrastrukturen peripherer ländlicher Räume in Zusammenarbeit des Lehrstuhls für Kriminologie (Fokus Zivilschutz) und des Lehrstuhls für Gesundheit und Prävention (Fokus Katastrophenschutz) beschäftigt.
Vor dem Hintergrund der in ländlich-peripheren Regionen besonders gravierend wirkenden gesellschaftlichen Transformationsprozesse (demografisch, ökonomisch und soziokulturell, inkl. digitaler Spaltung) befasst sich das Teilprojekt 3 mit einer Analyse der Adaptionsprozesse der Sicherheitsinfrastruktur im ländlich-peripheren Raum, dazu zählen etwa Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, die im Bereich der Gefahrenabwehr tätig sind (z. B. Polizei, Feuerwehr, THW) sowie besondere Aufbauorganisationen, kommunale Krisenstäbe und Akteure der Verwaltung. Die Erfahrungen, Bedürfnisse und Herausforderungen werden dabei unter Berücksichtigung komplexer Wechselwirkungen mit den sicherheitsbezogenen Einstellungen, Erfahrungen und Bedürfnissen der ansässigen Bevölkerung betrachtet. Im Fokus Zivilschutz wird dabei als Schwerpunkt die polizeiliche Gefahrenabwehr betrachtet, im Fokus Katastrophenschutz die nicht-polizeiliche Gefahrenabwehr..
Besuchen Sie auch gern die Universität Greifswald.
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Ansprechperson(en)
Frau Prof. Dr. Silke Schmidt-Schuchert
Ansprechperson für fachliche FragenTel.: 03834 420 3810
E-Mail: silke.schmidt@uni-greifswald.de
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Lage der Einsatzdienststelle(n)